Projekte KLS

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Sonden für die über- und/oder untertägige Überwachung z.B. von Lagerstätten oder Deponien erfordern zum Teil eine Langzeitverfügbarkeit, welche durch heute verfügbare Batteriesysteme nicht bereitgestellt werden kann. Hierfür entwickelt das Westfälische Energieinstitut eine Energieversorgungseinheit auf Basis von langzeitstabilen Brennstoffzellen.

Die kontinuierliche Überwachung von Endlagern, aktivem Bergbau, Grundwasserreservoirs und der Gewinnung von Geothermie etc. ist nur mit erheblichem Aufwand möglich. Aus den Standortbedingungen ergeben sich für die Datenaufnahme meist extrem eingeschränkte Zugänglichkeit, bzw. enorme Kosten für deren Aufrechterhaltung. Es besteht daher ein hohes staatliches und gesellschaftliches Interesse, dass geotechnisch, geochemische, hydraulische und geologische Prozesse über sehr lange Zeiträume messtechnisch autark überwacht werden können.
Im Projekt „Kabelloses Langzeit-Monitoring-System für autarke Umweltüberwachung über und unter Tage mit einer Brennstoffzelle als Energiequelle“ entwickelt das Westfälische Energieinstitut zusammen mit seinem Partner IBeWa - Ingenieurpartnerschaft für Bergbau, Wasser und Deponietechnik deshalb eine kleinkalibrige Messsonde (Durchmesser ≤ 70 mm), die nach ihrer Installation über Jahrzehnte in-situ-Umweltdaten erhebt, auswertet und per Funk versendet. Die Messsonde muss bei Temperaturen von bis zu 100 °C, bei bis zu 20 MPa Druck und sowohl im stark sauren als auch alkalischen Milieu für den langen Zeitraum problemlos funktionieren. Da Primärbatterien unter diesen Bedingungen nicht funktionieren, soll eine extrem langlebige, kohlenstofffreie Brennstoffzelle eingesetzt werden, welche die Messsonde über Jahrzehnte mit Energie versorgen kann.

Beteiligte Hochschulen und Institute

Informationen zur Förderung und weitere Beteiligte

Förderkennzeichen: KF2697004ZG4