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Neuigkeiten aus dem ruhrvalley

Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart besucht ruhrvalley



Im ruhrvalley werden Erfolgsgeschichten geschrieben und in Zukunft um weitere ergänzt. Der Zusammenschluss von Unternehmen und Hochschulen im Ruhrgebiet hat die Vorteile der dichten Hochschullandschaft und dem hier ansässigen Potenzial junger Gründer erkannt.

Beim heutigen Besuch von Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart wurde darüber gesprochen, warum junge Unternehmen, wie die Voltavision GmbH, Spin-Off-Unternehmen im ruhrvalley und gleichzeitig Gastgeber des Minister-Empfangs, gerade im Ruhrgebiet ihre Ideen umsetzen. Zudem wurden Themen wie Zukunftstechnologien, die Entstehung von Arbeitsplätzen und Fördermaßnahmen zur Steigerung der Gründerrate angesprochen.

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(v.l.n.r.): Andreas Wilming (stellv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Bochum), Dr. Johannes Bauerdick (Referatsleiter in der Gruppe „Innovation, Zukunftsmärkte, Technologietransfer“ des Ministeriums), Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW), Prof. Dr. Friedbert Pautzke (Leiter des Instituts für Elektromobilität der Hochschule Bochum; Gründer SolarCar-Projekt der Hochschule Bochum), Prof. Dr. Michael Schugt (ebenfalls Leiter des Instituts für Elektromobilität; Gründer und Geschäftsführer der Scienlab electronic systems GmbH)
(Bildquelle: Christina Stentenbach)

Aus den Keimzellen des ruhrvalley-Verbunds, der Hochschule Bochum, der Fachhochschule Dortmund und der Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen, sind bereits 20 Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern und mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz entstanden. Das Potenzial der Vervielfachung dieser Zahlen ist unbestritten und ein Ziel des ruhrvalley-Verbunds. Dabei gehen Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand. Minister Pinkwart zeigte sich sehr angetan von diesen Plänen. Er sagte: „Gerade diese Wechselwirkung stärkt den Wirtschaftsstandort Ruhr nachhaltig. Gern unterstützen wir von Seiten der Landesregierung die Umsetzung und Förderung solcher innovativen Start-up-Ökosysteme.“ Auch hinsichtlich des dafür benötigten Mindset ist sich Minister Pinkwart mit ruhrvalley einig: „Das, was junge Gründer wollen, ist fernab von zentralem Hierarchiedenken. Eine neue Art der Zusammenarbeit mit agilen Methoden und Strukturen ist gefragt.“

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Vortragender: Prof. Dr. Friedbert Pautzke zum Studierenden-Forschungsprojekt SolarCar der Hochschule Bochum
(Bildquelle: Christina Stentenbach)

FH-Impuls fördert RuhrValley-Verbund

Zusammenarbeit von Hochschule Bochum, Fachhochschule Dortmund und Westfälischer Hochschule Gelsenkirchen gehört zu den zehn ausgewählten Forschungspartnerschaften des Bundes



Drei Fachhochschulen im Ruhrgebiet zeigen Forschungsstärke: Gemeinsam haben die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen ihre Kräfte und Fähigkeiten im Strategiekonzept "RuhrValley - Mobility and Energy for Metropolitan Change" gebündelt. Jetzt ist die gute Nachricht da: Die Forschungs- und Innovationspartnerschaft wird zunächst für vier Jahre von der Bundesregierung durch die Fördermaßnahme "Starke Fachhochschulen - Impuls für die Region" (FH-lmpuls) des Programms "Forschung an Fachhochschulen" mit rund 4,5 Mio. Euro unterstützt.

Auf Empfehlung einer von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka einberufenen unabhängigen Jury hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im letzten Jahr aus über 80 Bewerbungen insgesamt zunächst zwanzig Fachhochschulen ausgewählt und aufgefordert, ein Konzept einzureichen. Aus diesen 20 Konzepten hat die Jury dann in einer zweiten Sitzung anhand der schriftlich eingereichten Konzepte und der mündlichen Präsentation der Finalisten nunmehr Anfang Juli die zehn Sieger ausgewählt und dem BMBF zur Förderung empfohlen. Für FH-lmpuls stellt das BMBF insgesamt rund 100 Millionen Euro für die Förderdauer von bis zu acht Jahren bereit.
Die drei Hochschulen sind stolz, dass sie für diese besondere Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland ausgewählt wurden und so im Zusammenspiel mit den Ruhrvalley-Unternehmen auch zum Innovationsmotor für das Ruhrgebiet werden können.
Mit RuhrValley sollen transdisziplinäre Lösungen für die Automobilzulieferindustrie, den Energieanlagenbau und die mittelständische IT-Branche des Ruhrgebiets geschaffen werden. Das Konsortium der drei Hochschulen bringt dazu seine Kompetenzprofile und sechs Forschungsschwerpunkte ein und verbindet sie mit den Kreisläufen der beteiligten Unternehmen. "Das Konzept", hatte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im April betont, "bietet ein enormes Potenzial für gemeinsame, innovative Lösungen." Sie können unmittelbar in die Region hineinwirken und Menschen, Wirtschaft und Hochschulen verbinden.
Bislang sind an RuhrValley 14 Unternehmen beteiligt, die sich in 20 Projekten miteinander vernetzen. "Die Hochschule Bochum etwa kann ihre Leuchttürme Elektromobilität und Geothermie einbringen. Bereits jetzt hat sich gezeigt, dass auch diese so unterschiedlichen Forschungsgebiete Synergien bieten, die es neu zu denken und zu nutzen gilt", erklärt Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock. "Gerade die Interdisziplinarität und die praktische Ausrichtung ist dabei unsere große Stärke. Die Förderung durch FH-Impuls, das so etwas wie eine kleine Exzellenzinitiative für die Fachhochschule ist, bestätigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind."
"Die Westfälische Hochschule steuert dem Gemeinschaftsprojekt ihre besondere Qualifikation im Querschnittsthema Internetsicherheit und in der interdisziplinären Energieforschung bei", erläutert Prof. Dr. Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Westfälischen Hochschule. "Beide erfordern integratives Denken und Handeln im Zusammenspiel mit den Kooperationspartnern und der Region. Wir freuen uns darauf, unsere Stärke in Forschung und Entwicklung zum Nutzen des Ruhrgebiets unter Beweis zu stellen."
Die Fachhochschule Dortmund bringt unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Kienle, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer, und Prof. Dr. Carsten Wolff, Partnerschaftssprecher, ihre Kompetenzen im Bereich Digitalisierung sowie Informations- und Kommunikationstechnik ein. "Mit unserem gemeinsamen Konzept bieten sich enorme Potentiale für innovative und vor allem auch anwendungsbezogenen Lösungen", so der Rektor, Prof. Dr. Wilhelm Schwick. "Wir forschungsstarke Fachhochschulen setzen damit Impulse für den Mittelstand in der Region – vor allem in den Bereichen Energie und Mobilität, den zentralen Aufgabenstellungen für das Ruhrgebiet in den nächsten Jahren."
Susanne Kunschert, Juryvorsitzende bei FH-Impuls und geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH hat dabei nicht zuletzt die Chancen mittelständischer Unternehmen im Blick: "Durch die Zusammenarbeit mit forschungsstarken Fachhochschulen erhalten Unternehmen Zugang zu neuesten Technologien und hervorragend und praxisnah qualifizierten Fachkräften. Außerdem profitieren sie vom gegenseitigen Wissensaustausch und der Kompetenz der Fachhochschulen, Forschungsfragen anwendungsnah und bedarfsorientiert zu lösen."